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Landesanstalt für Arbeitsschutz NRW Düsseldorf

Schadstoffuntersuchung und Katastererstellung, Statusermittlung brandschutztechnische Mängel, Brandschutzkonzeption, Planung und Begleitung von Sofortmaßnahmen, Planung der Asbestsanierung – Untersuchung, Konzeption und Beratung

Das Projekt

Die Landesanstalt für Arbeitsschutz NRW in Düsseldorf wird einer Generalinstandsetzung unterzogen. Der Gebäudekomplex Ulenbergstraße wurde in den 50er bis 60er Jahren erbaut. Er besteht aus einem Vorder- und Hintergebäude, in denen sich Büroräume, ein Hörsaal, Laboratorien (Chemie und Isotopen), eine Bibliothek, Technik- und Lagerräume befinden. Es wurden umfangreiche brandschutztechnische und schadstoffspezifische Mängel festgestellt.

Die Ausgangssituation

Im Rahmen der allgemeinen Sanierung (Projektierung durch Meyer Architekten, Düsseldorf) wurde die PL2 Pluralis® Planungsgesellschaft mbH für die Untersuchung der Bausubstanz auf Schadstoffe und die Überprüfung des baulichen und anlagentechnischen Brandschutzes beauftragt. Für das Gebäude soll unter Berücksichtigung der Bestandssituation eine erhebliche Verbesserung des baulichen und anlagentechnischen Brandschutzes sowie eine Schadstofffreiheit erreicht werden.

Schadstoffuntersuchung

Im Zuge der Schadstoffuntersuchung wurden alle Räumlichkeiten auf schadstoffhaltige Baustoffen hin überprüft. Hierbei konnten neben den vielfach eingesetzten künstlichen Mineralfasern vor allem asbest- und PCB-haltige Baustoffe festgestellt werden, die für die anstehende Generalsanierung in einem Kataster zusammengefasst wurden. Aufgrund der Feststellung einer Dringlichkeitsstufe I (Asbest) waren Sofortmaßnahmen (Konzeption, Planung und Überwachung durch PL2 Pluralis®) zur Verminderung der Faserfreisetzung erforderlich.

Brandschutzkonzeption

Das Brandschutzkonzept für die Grundinstandsetzung der Landesanstalt für Arbeitsschutz Düsseldorf beinhaltet folgende Ergebnisse:

Brandabschnittsbildung
Es werden Brandabschottungseinheiten durch F 90 Trennwände mit entsprechenden Türen in dem Gebäude gebildet, die vorher nicht vorhanden waren.

Rettungswege
Die Rettungswegsituation wird deutlich verbessert. Insbesondere werden gesicherte Ausgänge aus den Treppenräumen in das Freie geschaffen. Das Gebäude verfügt zu einem Teil über zwei bauliche Rettungswege,die in verschiedenen Richtungen zu Treppenräumen oder Außentreppen erreicht werden können. Im Bereich des Vordergebäudes ist ein Treppenraum in den Obergeschossen vorhanden; hier wird die Zugänglichkeit zu Rettungswegfenstern und anleiterbaren Stellen vorgesehen (2. RW). Die Räume, in denen sich die Rettungswegfenster befinden, sind nicht abschließbar und somit immer zugänglich. Die Treppenräume werden insgesamt ertüchtigt, so dass das Eindringen von Rauch bzw. Feuer verhindert wird.

Schottungen
Die Schottungen von Durchdringungen in brandschutztechnisch bemessenen Bauteilen wie Geschossdecken und F 90-Wänden – werden im Zuge der Baumaßnahmen überprüft und instand gesetzt bzw. neu erstellt. Die Bildung von inneren Brandabschottungseinheiten, wie sie z.B. durch die Geschossdecken erreicht werden, wird damit wieder hergestellt.


Prioisierung

Die festgestellten schadstoff- und brandschutztechnischen Mängel sind von der PL2 Pluralis® Planungsgesellschaft mbH in Abhängigkeit der Dringlichkeit unter Berücksichtigung des Gefährdungspotentials und in Abstimmung mit den Architekten der Generalinstandsetzung in eine Prioritätenliste eingestuft worden, die maßgeblich als Grundlage für die Investitions- und Bauablaufplanung dient.